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Der Einkaufswagen ist leer
Nach der Faschingszeit ist es für viele wieder soweit - die Zeit des Fastens beginnt. Bis zum Beginn der Osterzeit heißt es auf verschiedene Genuss- und Lebensmittel zu verzichten. Dazu gehören unter Anderem Zigaretten, Süßigkeiten, Fleisch oder Alkohol. Neben dem religiösen Fasten gibt es auch noch das Heilfasten. Dadurch soll die Gesundheit gestärkt und der Körper entgiftet werden. Doch häufig führen Fehler nicht zum gewünschten Erfolg.
Nicht für alle Menschen ist das Fasten geeignet. Vor allem Kinder und ältere Menschen sollten davon absehen, da die fehlenden Nährstoffe den Körper stark belasten können. Auch für Personen mit einer Herzerkrankung oder einer Depression ist das Fasten nicht zu empfehlen. Werden Medikamente eingenommen, sollte der Wunsch des Fastens vorher mit einem Arzt besprochen werden, da Arzneimittel in der Fastenzeit unter Umständen neu dosiert werden müssen.
Fasten heißt nicht, dass von heute auf morgen nichts mehr gegessen wird. Während der Fastenkur ist es wichtig, dass Freiräume vorhanden sind um zu entspannen, sich zu bewegen und zur Ruhe zu kommen. Bevor die Kur beginnt, ist es ratsam, zwei Tage einzuplanen, in denen nur leichte Kost zu sich genommen wird. Dadurch wird der Körper auf die kommende Zeit vorbereitet. Auch Genussmittel, ungesunde Fertiggerichte und Süßigkeiten können schon vorab vom Speiseplan gestrichen werden.
Viele Menschen haben den Glauben, dass eine Fastenkur die Pfunde purzeln lässt und eine Abnahme erreicht wird. Da während der Zeit des Fastens dem Körper weniger Nährstoffe bekommt, löst das in ihm einen Notzustand aus. Der Stoffwechsel arbeitet langsamer um den Körper am Leben erhalten zu können. Wird über einen langen Zeitraum gefastet und anschließend die normalen Gewohnheiten fortgeführt, führt dies häufig zum Jojo-Effekt. Der Körper denkt, dass weitere Mangelphasen folgen und legt vorbeugend Fettdepots an. Die verlorenen Pfunde erscheinen dadurch nach der Fastenzeit sehr schnell erneut auf der Waage.
Bei der ersten Fastenkur ist es wichtig, dass sie nicht länger als sieben Tage andauert. Zu Beginn sollte deshalb getestet werden, wie der Körper auf den Nahrungsentzug und die fehlenden Kalorien reagiert. Häufig treten Symptome wie Müdigkeit, Schwäche und Abgeschlagenheit auf. Infolge dessen leidet die Konzentration stark. Bevor die Fastenzeit beginnt, sollte eine Darmentleerung eingeleitet werden. Dies kann ein Arzt mittels eines Einlaufs vornehmen. Ein natürliches Hausmittel wäre Glaubersalz. Mit einer professionellen Überwachung in der Fastenzeit wird der Körper überwacht und es kann im Notfall sofort reagiert werden.
Da der Körper weniger Nahrungsmittel zugeführt bekommt, steht die Flüssigkeitszufuhr an erster Stelle. Nur dadurch können Schadstoffe ausgeschwemmt werden und der Stoffwechsel kann gut und effektiv arbeiten. Mindestens drei Liter mineralstoffhaltiges Wasser, klare Brühen oder ungesüßter Tee wie zum Beispiel aus Bockshornkleesamen oder ein Salbeitee eignen sich hierfür hervorragend.
Wird die Fastenkur in Eigenregie durchgeführt, ist es wichtig, es langsam angehen zu lassen oder sich von einem Arzt begleiten zu lassen. Läuft das Fasten aus dem Ruder, kann dies schwerwiegende Folgen haben und sogar tödlich sein. Dem Körper fehlen in dieser Zeit wichtige Nährstoffe, was zu einer Belastung für den Körper führt. Er ist geschwächt und anfälliger für Krankheiten.
Während der Fastenzeit ist es wichtig, dass der Körper ausreichend Bewegung erhält und aktiv bleibt. Dadurch schaltet der Organismus nicht in den Sparmodus, wodurch der Jojo-Effekt verhindert wird. Ein Anzeichen für zu wenig Bewegung ist Frieren. Täglich eine Stunde moderates Ausdauertraining ist empfehlenswert. Im besten Fall sollte dies an der frischen Luft durchgeführt werden.
Herrscht in der Fastenzeit viel Stress und Hektik, belastet das den Körper unnötig. Auch wenn die Fastenzeit viel neue Energie weckt, ist es wichtig, dass Ruhepausen eingeplant und auch eingehalten werden. Der Körper braucht diese Phasen der Erholung. Entspannungsübungen, ein Saunabesuch, autogenes Training oder Yoga bauen Stress ab und beruhigen den Körper und die Seele. Während einer täglichen Ruhepause von 30 Minuten kann sich der Körper regenerieren.
Oftmals wird eine Fastenkur als Wundermittel angesehen. Das Fasten allein gibt nicht die Erlaubnis, so viel zu essen, wie gewollt. Es geht darum, ein Kaloriendefizit herzustellen und die Ernährung in eine gesunde Bahn zu lenken. Nur dann wird damit der gewünschte positive Effekt für den Körper erreicht. Der gegenteilige Fehler, ist zu wenig essen. Da häufig eine Gewichtsreduzierung angestrebt wird, neigen viele Menschen dazu, zu wenig Nahrung zu sich zu nehmen. Der Wechsel von ungesunder zu gesunder Ernährung sollte langsam erfolgen, da sonst die Gefahr von Heißhungerattacken besteht.
Der häufigsten Fehler nach einer Fastenkur, ist das Zurückfallen in alte Gewohnheiten. Die neu gewonnene Energie geht im stressigen Alltag sehr schnell wieder verloren. Viele Menschen holen nach der Fastenkur all das nach, was sie während dieser Zeit haben entbehren müssen. Süßigkeiten, Alkohol und Genussmittel werden wieder im selben Umfang konsumiert, wie vor der Kur.